5. Berliner Knorpelsymposium diskutierte neue Strategien in der Gelenktherapie

  • Frühe regenerative Knorpelreparatur für langfristigen Gelenkerhalt

  • Besucherrekord mit über 200 Teilnehmern

Berlin, 18. April 2016 - Etwa 2,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einem Knorpelschaden im Knie. Hinzu kommen Knorpelschäden in anderen Gelenkbereichen, wie z.B. im Schulter, Hüft-, Sprung- und Ellbogengelenk. Die Folgekosten von degenerativen Gelenkerkrankungen belaufen sich in Deutschland jährlich auf ca. 15 Mrd. Euro. Immer noch werden Knorpelschäden zu selten frühzeitig regenerativ und gelenkerhaltend therapiert. Dies war ein zentrales Thema des 5. Berliner Knorpelsymposiums, einer der größten, vom Berufsverband der Orthopäden und Unfallchirurgen (BVOU) unterstützten Veranstaltungen auf dem Gebiet der Knorpelregeneration, das am Freitag, dem 15. April 2016 in Berlin stattfand.  

„Das Risiko für die Entstehung von fortgeschrittenen Knorpelschäden und damit einer Arthrose erhöht sich proportional zu dem Ausmaß der initialen Knorpelschädigung. Daher sollte möglichst frühzeitig eine Knorpelreparatur im Sinne der Knorpelersatztherapie durchgeführt werden“, erklärte PD Dr. med. Christoph Becher vom Zentrum für Hüft-, Knie- und Fußchirurgie, Sporttraumatologie der ATOS Klinik Heidelberg. Seit einigen Jahren wird für die Knorpelregeneration verstärkt ein Verfahren eingesetzt, bei dem körpereigener Knorpel im Labor gezüchtet und ins Gelenk transplantiert wird. Diese sogenannte körpereigene Knorpelzelltransplantation (autologe Chondrozytentransplantation) kann minimal-invasiv und oft arthroskopisch erfolgen.

Bei Knorpeldefekten ab etwa 3 cm2 gilt die autologe Knorpelzelltherapie mittlerweile als Mittel der Wahl. „In Langzeitergebnissen zeigte die autologe Knorpelzelltherapie eine dauerhafte Haltbarkeit des Regeneratknorpels, eine verbesserter Gelenkfunktion und weniger Schmerzen als vor der Behandlung“, erläuterte Dr. Becher. „Die autologe Chondrozytentransplantation hat sich als Verfahren bei größeren Knorpeldefekten beim jüngeren Menschen bewährt und klinisch durchgesetzt“, bestätigte Dr. Volker Laute vom Gelenk- und Wirbelsäulenzentrum Steglitz, Berlin und Gründer des Berliner Knorpelsymposiums.

Hauptsponsor des Berliner Knorpelsymposiums war die co.don AG, die mit co.don chondrosphere® ein autologes Zelltherapieprodukt zur Reparatur von Knorpelschäden an Gelenken vermarktet. „Ziel unserer Zelltherapie ist die Regeneration des geschädigten Gelenkknorpels und die Wiederherstellung der Gelenkfunktion, so dass ein Gelenkersatz verschoben oder ganz vermieden werden kann“, sagte Dirk Hessel, Vorstandsvorsitzender der co.don AG, und fügte hinzu: „Mit über 200 Teilnehmern konnte das diesjährigen Knorpelsymposium einen neuen Besucherrekord verzeichnen – ich bedanke mich im Namen der co.don AG bei den Besuchern und Ausstellern für das große Interesse.“

Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die Hands-on-Workshops, in denen die Knorpelzelltransplantation an Präparaten praktisch geübt werden konnte. Weitere Schwerpunkte lagen auf dem möglichen Indikationsspektrum und der therapeutischen Vorgehensweise bei der regenerativen Knorpelzelltherapie sowie auf konkreten Nachbehandlungskonzepten. Zudem wurden die Behandlung von Knorpelschäden bei Kindern und - in der Tradition des Berliner Knorpelsymposiums -  die wirtschaftliche Abbildung von regenerativen Knorpelverfahren im deutschen Gesundheitswesen diskutiert.

Über die co.don® AG: Die co.don AG mit Sitz bei Berlin entwickelt, produziert und vermarktet in Deutschland autologe Zelltherapien zur minimalinvasiven Reparatur von Knorpelschäden an Gelenken nach traumatischen oder degenerativen Defekten. co.don chondrosphere® ist ein Zelltherapieprodukt zur minimalinvasiven Behandlung von Knorpelschäden an Gelenken mit ausschließlich körpereigenen Knorpelzellen. co.don chondrosphere® verfügt über eine deutsche Genehmigung  der deutschen Bundesoberbehörde PEI gem. §4b AMG und wird derzeit in zwei klinischen Studien der Phase II und III mit dem Ziel der EU-weiten Zulassung erprobt. In über 120 Kliniken und bei über 9.000 Patienten wird co.don chondrosphere®  bereits seit mehr als 10 Jahren eingesetzt. In Deutschland wird die Behandlung seit 2007 im Knie- und im Hüftgelenk und seit 2008 auch in der Bandscheibe von den Krankenkassen übernommen. Die Aktien der co.don AG sind an der Frankfurter Börse notiert (ISIN:  DE000A1K0227).  Vorstand der Gesellschaft: Dirk Hessel (CEO) und Vilma Methner (COO, CSO). Weitere Informationen finden Sie unter www.ihre-zellzuechter.de oder www.codon.de

 

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