Der Gelenkknorpel

Aufbau

Der Gelenkknorpel ist ein druckfestes, teilelastisches Stützgewebe. Er überzieht als dünne Schicht von bis zu 5 mm Dicke die Knochenendflächen beweglicher Gelenke und hat ein weißes, glasartig durchscheinendes Aussehen. Er wird deshalb auch, nach dem griechischen Wort für Glas=hyalos, hyaliner Gelenkknorpel genannt.

Im Wesentlichen besteht der hyaline Gelenkknorpel aus Knorpelzellen, den sogenannten Chondrozyten, die in einer von ihnen selbst gebildeten Matrix eingebettet sind. Diese Matrix enthält neben Kollagenfasern und anderen Strukturproteinen einen hohen Wasseranteil. Im gesunden Zustand besitzt der Knorpel eine weiße, glatte Oberfläche. Diese glatte Oberfläche ist für die Funktion des Gelenkknorpels von enormer Bedeutung.

Funktion

Die Funktion des Gelenkknorpels besteht in erster Linie in der Absorption von Stößen und Kräften, die auf den darunter liegenden Knochen einwirken. Somit dient er als eine Art Stoßdämpfer für den Knochen (Stoßdämpferfunktion). Durch die glatte Oberfläche und seinen einzigartigen und komplexen Aufbau ermöglicht er den praktisch reibungs- und schmerzfreien Ablauf von Bewegungen.