1. Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen ACT und ACI?

Es gibt keinen Unterschied, die Begriffe ACT (Autologe Chondrozytentransplantation) und ACI (Autologe Chondrozytenimplantation) werden synonym verwendet.

2. Bei wem kann das Verfahren angewandt werden?

Das Verfahren der ACT kann bei traumatischen Knorpeldefekten im Kniegelenk, im Schultergelenk, im Ellenbogen, in der Hüfte und im Sprunggelenk angewandt werden. Diese Anwendungsgebiete werden in Zusammenarbeit mit unseren erfahrenen Anwendern ständig erweitert.

Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung der körpereigenen Knorpelzelltransplantation ist die Intaktheit des umliegenden Knorpelgewebes. Patienten mit degenerativen (Arthrose) oder entzündlichen Grunderkrankungen des Gelenkes (Rheuma) können derzeit nicht durch die Knorpelzelltransplantation behandelt werden.

Ob das Verfahren der körpereigenen Knorpelzelltransplantation bei Ihnen möglich ist, kann daher nur der behandelnde, in der Knorpelzelltransplantation erfahrene Arzt entscheiden.

3. Wer führt die Knorpelzelltransplantation durch?

Die Durchführung der körpereigenen Knorpelzelltransplantation erfolgt in sogenannten Kompetenzzentren (COE - Center of Excellence) und bei entsprechend qualifizierten Ärzten.

Die Center of Excellence zeichnen sich durch ihre langjährige Erfahrung im Umgang mit der Methode aus.

Durch einen regelmäßigen Informationsaustausch und durch spezielle Schulungen der Ärzte wird eine gleichbleibende Qualität der körpereigenen Knorpelzelltransplantation gewährleistet.

4. Was passiert nach der Operation?

Im Anschluss an die Operation ist ein mehrtägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich. Während dieser Zeit wird bereits mit der Bewegungstherapie des behandelten Gelenks begonnen. Dabei ist ein intensives Mitwirken des Patienten für die erfolgreiche Wiederherstellung der Gelenkfunktion absolut entscheidend.

Unmittelbar nach dem Eingriff wird das Gelenk mit einer Manschette, die eine eingeschränkte Bewegung erlaubt, stabilisiert und zunächst ohne Belastung mit Hilfe einer Motorschiene passiv bewegt. Anschließend folgen Maßnahmen der Krankengymnastik und Physiotherapie mit Lymphdrainage und Übungen für die Muskulatur.

Das betroffene Gelenk wird dann unter Benutzung von Gehstützen für vier bis sechs Wochen stufenweise belastet, wobei das betroffene Bein mit Bodenkontakt belastet werden kann.

Nach 3 Monaten ist das Gelenk wieder leicht belastbar und nach 6 Monaten darf in Absprache mit dem Arzt leichter Sport getrieben werden (Schwimmen, Fahrrad fahren, Wandern).

In allen Phasen der Therapie ist eine individuelle Anpassung an die Belastbarkeit des Patienten vorzunehmen, um Reizzustände zu vermeiden. Viel Bewegung unter Abnahme des Eigengewichtes wie Schwimmen und Radfahren, wird empfohlen.

Um die volle Belastbarkeit und die entsprechende Haltbarkeit des regenerierten Knorpelgewebes nicht zu gefährden, sollte mit Kontaktsportarten (Fußball, Handball etc.) erst ein Jahr nach der Durchführung der Knorpelzelltransplantation begonnen werden.

5. Was ist das Besondere an den co.don Verfahren?

co.don steht für höchste Qualität und Sicherheit.

Die Knorpelzelltransplantate werden individuell für jeden Patienten aus einem kleinen Knorpelstück (Biopsat) und dem patienteneigenen Serum in hochspezialisierten Zellkulturlaboren mit Hilfe der integrierten Isolator-Technologie (IIT) hergestellt.

Die Herstellung der Knorpelzelltransplantate erfolgt ohne die Zugabe von Antibiotika und Fungistatika (Antipilzmittel) sowie ohne gentechnische Veränderungen. Durch die Verwendung von ausschließlich körpereigenen Substanzen werden Abstoßungsreaktionen, wie sie bei Transplantationen mit Fremdgeweben vorkommen können, so gut wie ausgeschlossen. Auch das Risiko von Infektionen durch fremde (z.B. tierische Materialien) ist auf ein Minimum reduziert.

Die Qualität der transplantierten Zellen ist schließlich für die Belastbarkeit und Haltbarkeit des regenerierten Knorpelgewebes verantwortlich. Nur die Transplantation hochwertiger Knorpelzellen ermöglicht es letztendlich, den Knorpelschaden gezielt und nachhaltig zu therapieren.